Der Werbewert von Frauen im Sport

Referentin: Roswitha Stadlober, Horst Nussbaumer, Thomas Muster
Moderation: Karin Meier-Martetschläger
Nur 19% der Sportberichte weltweit sind über Frauen, das heißt, ab dem 01.03.2026 sind Sportlerinnen in den Medien „unsichtbar“. Zur Ehrenrettung der österreichischen Medien: hier beträgt die Berichterstattung über Sportlerinnen zumindest 25% und bei olympischen Spielen beträgt die Übertragungszeit im Verhältnis zu den Herren sogar 31%. Was Anerkennung, Sichtbarkeit und Bezahlung betrifft, sind Frauen im Spitzensport oft benachteiligt. Wie kann das sein? Neben medialen Gründen hat der geringere Werbewert von Frauen auch strukturelle und historische Ursachen: Profisport wurde jahrzehntelang fast ausschließlich für Männer aufgebaut, und daher erhalten Männer bis heute mehr Sendezeit, bessere Sendeplätze, sowie höhere Produktionsqualität (z. B. Hahnenkammrennen)
- Weniger Medienpräsenz führt bei Frauen zu geringerer Bekanntheit und dadurch zu schlechter dotierten Sponsorverträgen, da die zu bewerbenden Firmen seltener sichtbar sind!
Frauensport muss immer noch gegen Vorurteile kämpfen: Sportlerinnen sind angeblich weniger schnell, weniger kraftvoll und weniger „unterhaltsam“. => Sponsoren investieren daher „vorsichtiger“, trotz nachweislich höherer Fan-Bindung als dies beim Herrensport der Fall ist.
Wir wollen in dieser Veranstaltung darüber nachdenken, was zu tun ist, damit der Wert von Frauen als Webeträgerinnen dem der Männer gleichgestellt wird. Unsere Gäste, drei ehemalige Spitzensportler und heute hochrangige FunktionärInnen im Sport, teilen mit uns ihre höchstpersönlichen Erfahrungen und denken laut darüber nach, was zu ändern sein wird, um Sportlerinnen die gleiche Medienpräsenz zu ermöglichen und somit auch gleich gut dotierte Werbeverträge.
Freuen Sie sich auf einen spannenden Abend im Club alpha!
Thomas Muster war bis jetzt als einziger Österreicher Nummer 1 der Weltrangliste im Herrentennis, er gewann 44 Turniere im Einzel und hat 80% all seiner Finalspiele gewonnen. Er gilt bis heute als einer der besten Sandplatzspieler der Welt und ist Turnierbotschafter des Erste Open in der Stadthalle, einem ATP 500 Turnier.
Horst Nussbaumer ist seit 2025 Präsident des Österreichischen Olympischen Komitees. Der Banker und studierte Betriebswirt errang 1998 die Bronzemedaille bei den Weltmeisterschaften im Rudern im Doppelvierer. Er war Teilnehmer der Olympischen Spiele 1992, 1996 und 2000 im Doppelvierer. Bevor er zum Präsidenten des ÖOC gewählt wurde, war er Präsident des Ruderverbandes
Roswitha Stadlober (geb. Steiner) zählte in den 80er Jahren zu den weltbesten Slalomläuferinnen. Sie gewann drei Mal den Slalomweltcup und 1987 bei den Weltmeisterschaften in Crans-Montana die Silbermedaille im Slalom. Sie ist Präsidentin des ÖSV sowie Präsidentin der Organisation der Alpenländer-Skiverbände (Organisation des fédérations de ski des pays alpins, OPA)



