Steuerparadies Österreich ?

Referentin: Jael Loutati
Moderation: Kasia Greco
Knapp 40% aller Unternehmen in Österreich werden von Frauen geführt. Bei den Einpersonen-Unternehmen sind es knappe 52%. Somit sind viele Österreicherinnen selbständig , arbeiten hart, tragen Verantwortung und bauen Unternehmen auf – und haben trotzdem das Gefühl, dass ihnen am Ende zu wenig bleibt. Nicht weil sie schlecht wirtschaften, sondern weil sie ein System bedienen, das kaum jemand wirklich erklärt.
Österreich verfügt über eine vielfältige und zugleich weitgehend unterschätzte Steuerlandschaft für Unternehmerinnen. Doch wer ihre Spielräume nicht kennt, zahlt automatisch zu viel – an Geld, an Energie und oft auch an Mut.
In diesem Vortrag zeigt Jael Loutati, wie man die vorhandenen Spielräume richtig nutzt und wieder Kontrolle über den Zahlensalat gewinnen kann. Sie macht sichtbar, weshalb zwei Frauen mit ähnlichen Umsätzen zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen kommen, welche Rolle Gewinnermittlungsart, Pauschalierung, Investitionen und Sozialversicherung spielen – und warum nicht Leistung, sondern Struktur darüber entscheidet, wie viel vom eigenen Erfolg bleibt.
Der Fokus liegt auf Orientierung und auf den Stellschrauben, die Unternehmerinnen tatsächlich zu Verfügung stehen, und auf den Denkfehlern, die sie oft daran hindern, ihr wirtschaftliches Potenzial auszuschöpfen. Wer diese Zusammenhänge versteht, verliert nicht nur die Angst vor Steuern, sondern gewinnt auch mehr unternehmerische Freiheit.
Dieser Vortrag richtet sich an Frauen, und da besonders an Einpersonen-Unternehmerinnen, die ihr Unternehmen nicht nur führen, sondern souverän gestalten wollen.
Österreich ist kein Hochsteuerland , sondern vielmehr ein Steuerparadies – wenn man weiß, wie man es nutzt.
Jael Loutati ist Bilanzbuchhalterin und Personalverrechnerin. Sie arbeitet als Steuercoach mit Schwerpunkt auf Steuermechanik, Erwerbsanreizen und den realen Wirkungen des österreichischen Steuer- und Abgabensystems. Sie berät Unternehmen und Selbstständige und ist bekannt für ihre präzise, verständliche Art, komplexe Zusammenhänge zu erklären. Als vierfache Mutter und Vollzeit berufstätige Frau verbindet sie fachliche Expertise mit persönlicher Erfahrung. Ihr Feminismus ist ökonomisch geprägt und richtet den Blick auf Zahlen, Anreize und Strukturen, die Frauenarbeit im Alltag prägen.



